Facebook Ads regionales Online Marketing Aalen Andreas Vogt

Facebook Ads - Steigere deine Reichweite

Facebook ist das größte soziale Netzwerk der Welt. Hierzu zählen Anwendungen, wie Instagram und Whatsapp. Diese Tatsache zeigt, dass Facebook und die dazugehörigen Plattformen ein fester Bestandteil deines Online-Marketings sein sollten. Mit zielgenauem Targeting und zahlreichen unterschiedlichen Werbeformen bietet das Unternehmen eine spannende Auswahl. Ich zeige dir in dem folgenden Beitrag Tipps und Tricks für deine erfolgreichen Facebook Ads.

Voraussetzungen für Facebook Ads

Bevor du loslegen kannst, müssen noch ein paar Grundvoraussetzungen geschaffen werden, so dass du überhaupt Facebook Anzeigen schalten kannst. Du benötigst natürlich eine Facebook- Seite (für die die Werbung geschaltet werden soll) und du solltest dich mit dem Facebook Business Manager sowie dem Facebook Ads Manager vertraut machen. Beide findest du in einem Facebookkonto.

Der Business Manager ist ein Tool, das dir alle relevanten Informationen und Einstellungen zu deiner Facebook-Seite liefert. Hier werden die Zahlungsmethoden und auch Berechtigungen verwaltet, wer darf z.B. Änderungen vornehmen.

Der Ads Manager (oder auch Werbeanzeigenmanager genannt) beschäftigt sich ausschließlich mit der Erstellung von Anzeigen und beinhaltet alle relevanten Tools dafür.

Drei Schritte bis zur Anzeige

Damit deine Anzeige geschaltet werden kann, musst du dich um die Erstellung von drei Ebenen kümmern. Als erstes wird eine Kampagne angelegt und das Ziel der Kampagne festgelegt (oberste Ebene) und danach die Anzeigengruppe (zweite Ebene). Zum Schluss geht es an die eigentliche Erstellung der Werbeanzeige (unterste Ebene). Wenn man sich von oben nach unten arbeitet, wird man immer detaillierter.

Das richtige Ziel für Facebook Ads

Zu Beginn steht die wichtigste Frage: Welches Ziel soll ich auswählen? Facebook bietet dir eine große Auswahl an Zielen an, die je nach deinem Werbeziel eingesetzt werden können. Bitte beachte:  Hast du einmal ein Ziel ausgewählt und die Anzeige live genommen, dann kannst du das Ziel nachträglich nicht mehr korrigieren. Deshalb solltest du dir  gut überlegen, welches Ziel du auswählst, da sonst die komplette Kampagne nochmal neu aufgesetzt werden muss.

Ziele Werbeanzeigenmanager Facebook Ads Andreas Vogt Online-Marketing Aalen

Der Algorithmus von Facebook arbeitet je nach Auswahl des Zieles etwas anders und sucht die Personen, die am wahrscheinlichsten die von dir erwünschte Handlung ausführen. Willst du also Traffic auf deine Website bringen, bringt es nichts, wenn du auf Interaktionen mit Werbeanzeigen hin optimierst, da die falschen Personen dafür angesprochen werden.

Die nachfolgende Übersicht erklärt euch kurz die verschiedenen Ziele und welche KPIs (Key-Performance-Indicator) zur Erfolgsmessung betrachtet werden.

1. Markenbekanntheit und Reichweite

Mit dem Ziel Markenbekanntheit wird deine Werbeanzeige Personen ausgespielt, die dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit Aufmerksamkeit schenken. Als Ergebnis erhält man dann „geschätzte Steigerungen der Werbeerinnerung“ – woran dies gemessen wird, ist allerdings etwas undurchsichtig. Der geschätzte Wert ist eine interne Berechnung von Facebook selber.

KPI: „geschätzte Steigerungen der Werbeerinnerung“

Mit dem Ziel Reichweite, wird deine Anzeige hingegen an so viele Personen wie möglich ausgespielt. Die Qualität der Ergebnisse ist dabei erfahrungsgemäß nicht besonders hoch, da hier keine bestimmte Aktion oder tiefere Beschäftigung mit der Anzeige angestrebt wird.

KPI: ,,Reichweite“

2. Traffic

Hinter diesem Ziel steckt die klassische Bewerbung der eigenen Webseite, so dass die Anzahl der Besucher auf deiner Webseite gesteigert wird. Hier sind viele unterschiedliche Werbeformate möglich.

KPI: „Link-Klicks” (alle) oder auch „individuelle Link-Klicks“ (einzelne Personen)

3. App Installation

Hast du eine App, die du bewerben möchtest, können bestehende Kunden, aber auch neue User dazu animiert werden, die App herunterzuladen. Dieses Ziel stellt automatisch eine rein mobile Ausspielung der Anzeigen ein, sofern es sich um eine mobile App handelt.

KPI: „App-Installation“

4. Videoaufrufe

Sollte es sich bei deinem zu bewerbenden Content um ein Video handeln, dann eignet sich unter anderem dieses Ziel. Ein Video-Aufruf wird dabei ab einer Betrachtungsdauer von 3 Sekunden gezählt und der Cost-per-View ist erfahrungsgemäß sehr niedrig.

KPI: „ThruPlay“ (mind. 15 Sekunden) oder „2-sekündige Videoaufrufe“

5. Lead-Generierung

Mit Hilfe von Lead Ads kannst du zum Beispiel E-Mail-Adressen oder Kontaktinformationen von potenziellen Kunden generieren. Dazu füllen die User ein kurzes Formular mit ihren Daten aus.

6. Interaktionen

6.1. Beitragsinteraktionen

Mit diesem Ziel kannst du einzelne Beiträge auf Facebook oder Instagram bewerben, die du vorab auf deinen Profilen veröffentlicht hast und für diese Interaktionen generieren. Mögliche Beitragsinteraktionen sind z.B. Kommentare, Likes, Shares usw.

KPI: „Beitragsreaktionen“, „Beitragskommentare“, „Gespeicherte Beiträge“ und „Geteilte Beiträge“

6.2. „Gefällt mir“-Angaben auf der Seite

Um deine Facebook-Seite zu bewerben und neue Fans zu generieren, kannst du Like-Ads schalten (diese Option gibt es nicht für Instagram). Dies sind normale Werbeanzeigen mit der Besonderheit, dass die User die Möglichkeit erhalten „Gefällt mir“ zu drücken, wenn sie deine Anzeigen angezeigt bekommen.

KPI: „Gefällt-mir“-Angaben für Seite“

6.3. Veranstaltungszusagen /-interesse

Mit diesem Werbeziel kannst du eine von dir erstellte Veranstaltung bewerben und dafür Teilnehmer generieren. Du fügst einfach den Link zu deiner Veranstaltung ein.

KPI: „Veranstaltungszusagen“

7. Conversions und Produktkatalogverkäufe

Mit dem Ziel Conversions kannst du Handlungen, die von dir als wertvoll angesehen werden (z.B. „in den Einkaufswagen“, Verkäufe, oder Anfragen), tracken, messen und die Kampagnen dementsprechend optimieren. Für dieses Facebook-Ziel ist allerdings die Implementierung des Facebook Pixels notwendig.

KPI: „Kauf“, „in den Warenkorb“, „ROAS“….

Mit Hilfe des Ziels Produktkatalogverkäufe können Produkte aus deinem Produktkatalog beworben werden und die Anzeigen an unterschiedliche Schritte im Kaufprozess angepasst werden. Dein Produktkatalog enthält dabei eine Liste mit Informationen und Preisen zu verschiedenen Produkten, die du auf Facebook bewerben möchtest. Natürlich müssen diese Produkte auch in deinem Online-Shop verfügbar sein. Damit ist ein dynamisches Remarketing oder auch Cross-Selling möglich.

KPI: „Kauf“, „in den Warenkorb“, „ROAS“….

8. Besuche im Geschäft

Bei diesem Ziel können Unternehmensstandorte für Personen hervorgehoben werden, die sich in der Nähe deines lokalen Geschäftes befinden. So lassen sich Besuche und Umsätze in eurem Geschäft steigern.

Viele Wege für zur perfekten Anzeigengruppe

Facebook bietet euch eine riesige Auswahl an Einstellmöglichkeiten in der Anzeigengruppe. Der Umfang und die Verfügbarkeit einzelner Kriterien ändern sich dabei immer mal wieder und sind auch davon abhängig, welches Ziel du im Vorfeld ausgewählt hast.

Mein Tipp bei Zielgruppen mit Detailliertem Targeting: Trag einfach mal ein bis zwei Optionen ein und schau dir dann die Vorschläge von Facebook zu dieser Zielgruppe an. Man bekommt so immer mehr neue Ideen, die du in die Ausrichtung aufnehmen kannst.

Der Vorteil von Facebook ist das enorme potenzial der Zielgruppeneinstellungen. Durch die enormen Daten, die Facebook von deren Nutzer erhält, haben Werbetreibende, wie du, ein große Auswahl an detaillierten Targetingmöglichkeiten.

Neben den Interessen und Demografie kann man auch noch dynamische Zielgruppen erstellen. Diese ähneln entweder einer bereits vorhandenen Zielgruppe (Lookalike) oder sind Remaketing-Listen (Custom Audiences).

Wo sollen deine Anzeigen ausgespielt werden?

Im Anschluss kannst du die Platzierungen der Werbeanzeigen auswählen, zum Beispiel nur Facebook oder nur Instagram. In den meisten Fällen ist die vorausgewählte „Automatische Platzierung“ sinnvoll und die beste Wahl. Willst du deine Anzeigen allerdings nur bei Instagram oder nur bei Facebook schalten, dann musst du dies hier entsprechend auswählen.

Placements Werbeanzeigenmanager Facebook Ads Andreas Vogt Online-Marketing Aalen

Es wird zwischen vier verschiedenen Plattformen unterschieden

  • Facebook
  • Instagram
  • Audience Network
  • Messanger

Das Audience Network ist etwas spezieller. Damit sind ist ein Verbund von Internetseiten und Apps gemeint, auf deren Seiten man als Werbung ausgespielt werden kann.

Innerhalb des Messangers gibt es zwei verschiedene Formate. Hier kann zwischen Anzeigen auf der Startseite, d.h. zwischen den einzelnen Konversationen oder Gesponserten Nachrichten gewählt werden. Gesponserte Nachrichten funktionieren allerdings nur bei Kunden, die schon einmal mit dir in Kontakt getreten sind.

Je nachdem, welches Ziel du am Anfang ausgewählt hast, sind hier nicht alle Platzierungen wählbar.

Nun geht es an die perfekte Anzeige

Zum Schluss müssen natürlich noch die eigentlichen Anzeigen erstellt werden, die dann bei Facebook ausgespielt werden. Grundsätzlich kann zwischen zwei Formaten unterschieden werden: Der Bewerbung bereits bestehender organischer Posts oder der Erstellung von Werbeanzeigen, die nicht auf der eigenen Facebookseite als Beitrag zu finden sind. Wenn du eine Anzeige neu erstellst, kannst du Elemente wie Bilder, Videos, Texte, Ziel-URL, Call-to-Actions und Tracking-Parameter anpassen. Bewirbst du nur einen organischen Beitrag, kannst du nur noch Tracking-Parameter und einen Call-To-Action Button hinzufügen.

Facebook Collection-Ads eignen sich zur Bewerbung und Vorstellung einzelner Produkte bzw. der Produktvielfalt auf mobilen Geräten. Unter einem Video oder Bild werden innerhalb des Feeds zum Beispiel vier Produkte angezeigt. Klickt ein User auf die Anzeige, öffnet sich die Collection im Vollformat und ermöglicht ein einfaches Durchstöbern der hinterlegten Produkte. Durch einen Klick auf ein Produkt, gelangt der User schließlich in deinen Online-Shop.

Anzeigen Werbeanzeigenmanager Facebook Ads Andreas Vogt Online-Marketing Aalen

Story-Ads werden auf Facebook und Instagram zwischen den Stories von Personen angezeigt, die User abonniert haben. Sie erscheinen ebenfalls im Vollformat, was Unternehmen zumindest für eine kurze Zeitspanne die volle Aufmerksamkeit des Users garantiert, und unterscheiden sich optisch nur durch ein kleines „Sponsored“ unter dem Absender.

Die 20%-Textregel:

Bilder und Videos dürfen generell nur max. 20% Text enthalten. Wird dieses Limit überschritten, werden sie zwar mittlerweile nicht mehr generell abgelehnt, allerdings deutlich weniger oder so gut wie gar nicht ausgeliefert.

Anzeigen frisch halten:

Die Anzeigen sollten regelmäßig ausgetauscht bzw. etwas verändert werden, um Ermüdungserscheinungen zu vermeiden, besonders wenn die Kampagne fortlaufend oder über mehrere Monate läuft. Der Frequenz-Wert im Werbeanzeigenmanager kann dabei sehr aufschlussreich sein, da er angibt, wie oft eine Anzeige durchschnittlich pro User angezeigt wurde. So lässt sich auch herausfinden, ob die Zielgruppe u.U. zu klein ist oder auf neue Themengebiete ausgeweitet werden sollte.

Die Facebook Werberichtlinien einhalten:

Auch in Facebook gibt es Einschränkungen, welche Produkte und Dienstleistungen man bewerben darf. Anzeigen zu den Themen Drogen, Waffen, Tabak und Überwachsungsgeräte sind dabei generell verboten, aber auch bei Datingseiten, Bildern mit zu viel nackter Haut, Medikamenten und Glücksspiel gibt es starke Einschränkungen. Die aktuellen Werberichtlinien findet ihr hier: https://www.facebook.com/policies/ads

Kurze Aufmerksamkeitsspanne:

Die Aufmerksamkeitsspanne der User wird immer kürzer, besonders die der jüngeren Zielgruppe. Deshalb sollten deine Anzeigen ein Blickfang sein, der zwischen allen anderen Beiträgen auffällt und das Interesse in den ersten Sekunden fesselt. Schaffst du das nicht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der User die Anzeige kaum wahrnimmt – die nächste Ablenkung ist schließlich nur einen Wisch entfernt.

Kein zu langer Text bei mobilen Anzeigen:

Da in der mobilen Auslieferung deutlich weniger Platz vorhanden ist, als auf dem Desktop, werden Anzeigentexte früher abgeschnitten. Damit deine Message komplett sichtbar ist, solltest du also darauf achten, den Text nicht zu lang zu schreiben, sondern lieber knackig auf den Punkt kommen.

Videos mit Untertiteln erstellen:

Da Videos in Facebook oft automatisch starten, die meisten Smartphone-User ihr Handy aber auf lautlos eingestellt haben, solltest du bei der Verwendung von Videos dringend Untertitel einfügen. Ansonsten läufst du Gefahr, dass die Botschaft nicht rüberkommt, bzw. das Video nicht verstanden und deshalb übergangen wird. Die Untertitel lassen sich sehr leicht zum Beispiel über YouTube erstellen und können dann bei Facebook als SRT-Datei hochgeladen werden

Mein Fazit zu den Facebook Ads

Auf den ersten Blick kann die Erstellung von Facebook Ads sehr verwirrend und kompliziert aussehen. Dies ist es aber definitiv nicht. Wenn du dich nur ein paar Minuten damit beschäftigst, dann verstehst du ganz schnell, wie du deine perfekte Facebook Anzeige erstellst. Die sehr große Reichweite, die du bei Facebook und Co bekommst, ist der Grund, warum die Plattform eine der wichtigsten Werbeplattformen ist und deshalb solltest du diese nicht außer Acht lassen.

Ist dir die Erstellung der Facebook Ads zu kompliziert und zu zeitaufwendig, dann unterstütze ich dich sehr gerne bei der Erstellung deiner Ads. Schreib mir hierzu einfach eine E-Mail an hallo@online-marketing-aalen.de.

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