SEO Suchmaschinenoptimierung Grafik Andreas Vogt Online Marketing Aalen

Was ist SEO? Suchmaschinenoptimierung einfach erklärt.

Suchmaschinenoptimierung bzw. SEO ist ein Bestandteil des Online Marketings, das sich aus verschiedenen einzelnen Bausteinen zusammensetzt. Nur wenn alle ineinandergreifen, kann sich das volle Potenzial einer Website entfalten. In diesem Blog-Beitrag erkläre ich dir, was alles zur Suchmaschinenoptimierung gehört, wie sie sich von anderen Online Marketing Disziplinen abhebt und was du benötigst, um mit SEO zu beginnen.

SEO - Was ist das?

SEO ist die Abkürzung für Search Engine Optimization, zu Deutsch Suchmaschinenoptimierung, und beschreibt Techniken und Strategien, mit denen die Position einer Website zu bestimmten Suchbegriffen (Keywords) in einer Suchmaschine wie Google erhöht werden soll. Ziel ist es, mehr Nutzer auf die eigene Website aufmerksam zu machen und dazu zu bringen auf das Suchergebnis zu klicken.

Neben der Suchmaschinenoptimierung gibt es auch die Möglichkeit bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen zu schalten und so Nutzer auf die Webseite zu bekommen. Hierbei spricht man von Search Engine Advertising, kurz SEA. Gemeinsam bilden die beiden Online Marketing Disziplinen das Search Engine Marketing, kurz SEM. Im Gegensatz zu den bezahlten Zugriffen, bezeichnet man den Traffic, der über die unbezahlten Suchergebnisse generiert wird als organische Zugriffe.

Warum ist SEO?

Hast du eine Website und wirst nicht zu relevanten Begriffen bei Google und Co gefunden, dann hast du es schwer, dich gegen den Wettbewerb durchzusetzen. Außerdem bekommst du weniger Nutzer auf deine Webseite. Du bist dann quasi unsichtbar. Suchmaschinen gehören zu den meistgenutzten Anwendungen im Internet. Fast alle Nutzer verwenden eine Suchmaschine, wenn sie im Internet unterweg sind und etwas suchen. Vergleichsweise wenige geben noch die Adresse einer Website in der Browserleiste ein. In den meisten Fällen wissen sie auch noch gar nicht, auf welche Website sie möchten, sondern nutzen Google oder eine andere Suchmaschine, um das passende Produkt oder die gesuchte Information zu finden.

Natürlich ist es noch andere Möglichkeiten, wie du Traffic, also neue Nutzer auf deine Webseite bekommst. Doch ohne die organische Google Suche verzichtest du auf einen sehr starken Kanal, der viel Potenzial bietet.

Viel Zeit und Geduld!

Suchmaschinenoptimierung ist eine langfristige Angelegenheit und wirkt in der Regel nicht von heute auf morgen. Häufig dauert es einige Zeit, bis die umgesetzten Maßnahmen Wirkung zeigen. Eine Garantie, dass deine gewünschten Erfolge eintreten, gibt es nicht.

Natürlich gibt es auch Maßnahmen, die ihre Wirkung schon nach wenigen Tagen oder einigen Wochen zeigen. Manchmal braucht es aber auch mehrere Monate oder länger, bis du einen ersten Erfolg siehst.

Die Google-Suche

Mit einer Marktmacht von über 90% ist Google in Deutschland die Nummer eins bei den Suchmaschinen. Wenn man SEO betreibt, dann muss man sich an die Anforderungen der Google Suche richten. Um SEO zu verstehen, muss du wissen, wie die Suchmaschine Webseiten betrachtet und bewertet. Um später die relevantesten Seiten in den Suchergebnissen anzeigen zu können, muss Google erst einmal das Angebot kennen. Hierzu durchsucht (crawlt) Googles sogenannter Googlebot (auch Crawler oder Spider genannt) permanent das Netz, schaut sich die existierenden Webseiten an und sucht neue Informationen. Dabei hangelt sich der Crawler vor allem entlang der Links, um auch bisher unbekannte Seiten zu erfassen.

Auf einer Webseite scannt der Googlebot die Inhalte unter anderem entlang der HTML-Elemente wie Title oder Überschriften und definiert so Thema und Inhalt. Dabei bewertet und kategorisiert Google die Seiten bereits nach ihrer Qualität, um festlegen zu können, zu welchen Suchbegriffen diese Seite später ausgespielt werden soll.

Im Index sammelt Google all diese Webseiten. Gibt ein Nutzer nun bei Google einen Suchbegriff ein, so werden ihm die von Google als themenrelevant eingestuften Webseiten in den Suchergebnissen ausgespielt. Diese Suchergebnisseiten nennen sich im englischen Search Engine Result Pages, besser bekannt als SERPs.

Welche Faktoren spielen beim Ranking eine Rolle?

Googles Ziel ist es, dem Nutzer das für ihn beste und passendste Ergebnis zu seiner Suchanfrage auszuspielen. Um die Relevanz einer URL zu bewerten, nutzt Google mehrere Rankingfaktoren, von denen nur die wenigsten offiziell bestätigt wurden. Die meisten werden von Google unter Verschluss gehalten, um Manipulationen zu verhindern. Durch Updates im Google Algorithmus verändert sich die Gewichtung der einzelnen Faktoren zudem immer wieder. Trotzdem lässt sich an den Entwicklungen der letzten Jahre gut erkennen, was für gute Rankings wichtig ist:

  • Content: Also die Inhalte deiner Webseite müssen von guter Qualität sein und der Suchanfrage des Nutzers entsprechen.
  • Technische Faktoren eine klare Struktur deiner Website oder eine gute interne Verlinkung wirken sich vorteilhaft aus.
  • Backlinks, also Verlinkungen von anderen Websites zu deiner Seite, hatten in der Vergangenheit zwar einen größeren Einfluss, dürfen aber auch heute nicht unterschätzt werden. Die Qualität der Backlinks ist dabei entscheidend.
  • Nutzersignale: wird deine Webseite in den SERPs häufiger angeklickt und springen die User dann seltener ab, dann ist dies ein positives Signal für die Suchmaschinen. Somit rankt deine Seite höher als andere.
  • Usability: Wichtig ist außerdem, dass sich der Nutzer auf deiner Seite wohlfühlen, sich gut zurecht finden und Seiten schnell laden.

Zudem ist die Ausspielung der Suchergebnisse auch vom Verhalten und der Situation des jeweiligen Nutzers abhängig. Seiten, die er sehr häufig aufruft, werden ihm weiter oben angezeigt als anderen. Außerdem spielt auch der Standort des Nutzers eine Rolle, zum Beispiel wenn er nach ortbezogenen Dienstleistungen oder Angeboten sucht (z.B. Restaurant, Autowerkstatt, Friseur). Hier werden ihm dann vorzugsweise Angebote in seiner Nähe ausgespielt. Hierbei spricht man dann von personalisierten Suchergebnissen.

Onpage und Offpage - SEO-Maßnahmen

Du siehst, es spielen viele Faktoren eine Rolle, wenn du bei Google und Co gut ranken möchtest. SEO unterscheidet man in zwei Bereiche –  Onpage und Offpage SEO. Onpage SEO bezeichnet alle Maßnahmen, die auf deiner eigenen Seite umgesetzt werden, also zum Beispiel die Anpassung von Texten, die Optimierung von Website-Strukturen oder technische Änderungen an der Website. Offpage SEO umfasst die Maßnahmen, die außerhalb deiner Website stattfinden. Hierzu zählt vor allem das Linkbuilding bei dem Backlinks von anderen Websites zu deiner Website gesetzt werden.

Eine gute SEO-Strategie besteht aus vielen einzelnen Bausteinen, die ineinandergreifen müssen, damit du langfristig Erfolg hast. Zwar können auch Einzelmaßnahmen bereits Erfolge erzielen, das volle Potenzial kann sich aber nur entfalten, wenn das Gesamtpaket stimmt. Folgende Bausteine sollten daher solltest du dir folgendes immer anschauen und optimieren:

Grundlagen: Technisches SEO

Technisches SEO ist die Grundlage für alle weiteren SEO-Maßnahmen. Deine Website muss so aufgebaut sein, dass sie für den Crawler der Suchmaschine problemlos zugänglich ist. Wenn der Google-Bot eine Seite nicht crawlen kann, indexiert er sie auch nicht und sie erscheint nicht in den Suchergebnissen.

Technisches SEO umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen, wie z.B.:

  • Website-Struktur und interne Verlinkung: Sind alle wichtigen Seiten in wenigen Klicks erreichbar oder sind relevante Inhalte tief in der Webseitenstruktur verborgen? Eine übersichtliche Struktur macht es dem Crawler leichter, alle Inhalte zu erfassen.
  • URL-Struktur: Ein logischer und konsistenter Aufbau der URL-Struktur hilft Suchmaschinen dabei, Seitenstrukturen besser zu verstehen und Themenbereiche abzustecken. Wichtig ist, dass du klare Strukturen hast und keine unnötigen Verschachtelungen baust. Dein Aufbau sollte klar und inhaltlich sinnvoll sein.
  • XML-Sitemaps: In der Sitemap können die komplette URL-Struktur der Website oder einzelne wichtige URLs aufgelistet werden. Sie dient dem Crawler als eine Art Wegweiser für die Domain. So stellst du sicher, dass alle wichtigen URLs vom Crawler gefunden werden. Allerdings ersetzt sie die interne Verlinkung nicht und ist kein Garant dafür, dass alle in ihr befindlichen URLs auch indexiert werden.
  • SSL-Zertifikat: Für Google ist die Sicherheit im Internet wichtig, deshalb bevorzugt die Suchmaschinen Websites mit gültigem SSL-Zertifikat. Werden die Daten sicher per https übertragen und ist https korrekt umgesetzt?
  • Weiterleitungen: Wechselt ein Inhalt die URL, sollte die alte URL auf die neue weitergeleitet werden. So ist sichergestellt, dass der Crawler den Zusammenhang zwischen alter und neuer URL herstellen kann und keine Rankings verloren gehen. Wichtig ist hierbei die Verwendung von 301-Weiterleitungen.
  • Mobile Optimierung: Besonders wichtig ist die mobile Darstellung deiner Website für Google. Es muss sichergestellt werden, dass deine Website auf Smartphones gut bedient werden kann und alle Inhalte auch hier erreichbar sind.
  • PageSpeed: Besonders lange Seitenladezeiten werden von Google negativ bewertet und sollten daher vermieden werden. Eine Website, die schnell lädt, wird nicht nur von Google positiv bewertet, sondern macht auch Nutzer glücklicher.

Content - Das Herzstück deiner Webseite

Für Google gibt es im Grunde nur einen Grund deine Website in den Suchergebnissen weit oben anzuzeigen: Weil du genau das bietest, das die Nutzer suchen. Die Bedeutung des Contents deiner Website kann daher gar nicht hoch genug angesetzt sein. Doch wie findet man heraus, was guten Content ausmacht?

Keywordrecherche: Was sucht der Nutzer?

Eine zentrale Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung nehmen die sogenannten Keywords ein. Dabei handelt es sich um die Suchbegriffe, die Nutzer in der Suche eingeben, um passende Inhalte zu finden. Als erstes musst du herausfinden, mit welchen Keywords Nutzer nach deinen Produkten, Dienstleistungen oder Inhalten suchen.

Mit Hilfe der Keywordanalyse kannst du die wichtigen Keywords zu deinem Thema bestimmen und deine Inhalte in Hinblick auf diese Keywords optimieren oder erstellen. Nicht jedes Keyword macht in jedem Zusammenhang Sinn und auch der Wettbewerb spielt eine Rolle. Auch solltest du immer prüfen, mit welcher Intention ein Nutzer dieses Keyword eingibt, also welche Inhalte er erwartet zu finden, wenn er danach sucht (Suchintention).

Hast du die relevanten Keywords gefunden, ordnest du sie den bestehenden Unterseiten deiner Website zu und prüfst, ob die bestehenden Inhalte der Suchintention gerecht werden. Diesen Vorgang bezeichnet man als Keyword-Mapping.

Stellst du fest, dass ein bestimmtes Keyword-Set aktuell nicht abgedeckt ist, es also noch keine Inhalte dazu gibt, erstellst du am besten neue dafür oder planst dies ein. Wichtig ist, dass du für jedes Keyword nur eine Unterseite zuordnest, damit Google genau weiß, welche Unterseite zu dem Begriff ranken soll.

Content für Nutzer erstellen und für Suchmaschinen optimieren

Was gehört eigentlich alles zum Content deiner Website? Meistens ist mit Content vor allem der Text auf einer Unterseite gemeint. Doch strenggenommen gehören auch Bilder, Videos, Audio-Dateien, Präsentationen oder andere Elemente dazu, die auf der Website angeboten werden. Da Google eine Textsuchmaschine ist, kann sie Texte aber am leichtesten lesen und interpretieren. Der Großteil der Content Optimierung bezieht sich daher auf den Text.

Bei der Optimierung deiner Inhalte solltest du immer den Nutzer im Blick haben. Google ist deutlich besser darin geworden, Inhalte zu interpretieren. Dein Content sollte daher sowohl gut konsumierbar sein als auch einen inhaltlichen Mehrwert bieten.

Keywords spielen bei der Optimierung immer noch eine wichtige Rolle. Inzwischen geht es aber darum, sie an den richtigen Stellen einzusetzen und die Website nicht damit zu überfluten. An folgenden Stellen ist der Einsatz von Keywords sinnvoll:

  • URL
  • Seitentitel & Meta-Description
  • Überschriften & Zwischenüberschriften
  • Text
  • Bilder (Alt-Attribut, Bildbeschreibungen, Datei-Namen)
  • Interne Verlinkungen aus dem Fließtext

Interne Links aus dem Fließtext

Sehr wichtig sind bei der Optimierung die Links, die aus dem Fließtext heraus auf weiterführende Inhalte verweisen. Damit gibst du dem Leser nicht nur einen Anreiz, weiter auf deiner Website zu bleiben und mehr Inhalte zu lesen, auch Google bewertet Inhalte, die intern sehr häufig verlinkt sind, als besonders relevant. Dabei sollten die Linktexte (auch Anchor-Texte genannt), also die Textteile, die verlinkt werden, immer thematisch zu der verlinkten Seite passen.

Mein Fazit zum Thema SEO

SEO ist eine komplexe Angelegenheit, bei der viele Faktoren eine Rolle spielen. Der richtige Mix aus Technik, Links und Content kannst du das Beste aus deiner Webseite herausholen. Für eine sinnvolle Suchmaschinenoptimierung solltest du diese drei Bereiche immer berücksichtigen.

Dir muss aber klar sein, dass SEO keine schnellen Ergebnisse liefert. Du benötigst Zeit, bis du die ersten positiven Signale siehst.

Bestmögliche User Experience für den Nutzer sollte immer das oberste Ziel sein. Wenn die Nutzer nicht zufrieden sind, mit dem was sie auf deiner Seite sehen, dann bringt auch die beste technische Optimierung nichts.

Du benötigst Hilfe bei deiner Suchmaschinenoptimierung?

Du möchtest mit deiner Webseite oder deinem Online-Shop endlich ein höheres Ranking erreichen und mehr Nutzer auf deine Seite bringen? Du benötigst Hilfe bei deiner Suchmaschinenoptimierung? Dann schreib mir jetzt eine Mail mit deiner Problemstellung an hallo@online-marketing-aalen.de

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